Freitag, 6. April 2012

Rezension: Praxiskurs Digitale Fotografie von Tom Ang


Praxiskurs Digitale Fotografie von Tom Ang



Das Buch ist recht „lesefreundlich“ aufgebaut.
Es gliedert sich in 9 Kapitel:

Schnelleinstieg in die Fotografie
Fotografische Methoden
Motive der Fotografie
Optimierung des Workflows
Digitale Bildoptimierung
Bildmanipulation
Fotos präsentieren
Videos mit der DSLR
Ausrüstung und nützliche Hinweise

Jedes Kapitel unterteilt sich um weitere Abschnitte, die sich mit einem weiteren Unterbereich des Hauptkapitels beschäftigt (hört sich komplizierter an, als es sich tatsächlich lesen lässt). Jeder Unterbereich hat einen sogenannten Crash-Kurs.
Hier werden in kurzer, prägnanter Form die Grundlagen erklärt. Unterstützend hierzu gibt es viele erläuternde Bilder in Farbdruck. Allerdings fallen so einige Bilder (insbesondere die, bei denen es um direkte Vergleiche geht) etwas zu klein aus. Den Crash-Kurs schließt regelmäßig eine praktische Aufgabe ab. Diese Aufgabe ist eine nette Spielerei. Hier mal ein Beispiel zum Thema „Licht ins Dunkel bringen“:
Vorgabe:  „Brechen Sie am besten vor Sonnenuntergang auf, wenn die Beleuchtung eingeschaltet wird, aber der Himmel noch etwas hell ist. Vergleichen Sie die nächtlichen Szenen mit dem Anblick bei Tag“. Aha!
Abgeschlossen wird die „Aufgabe“ mit einer www-Recherche. Hier werden Begrifflichkeiten zum Thema, die man/ich über diverse Suchmaschinen ermitteln soll, angegeben.

Ab dem 6. Kapitel folgt der offensichtlich unvermeidliche Sprung in die Bildbearbeitung. Diesem Kapitel werden ca. 50 Seiten gewidmet. Zu wenig, um hier wirklich etwas richtig zu lernen. Zu viel, um in einem Buch zur Digitalen Fotografie seine Berechtigung zu haben. Meine Empfehlung ist sich ein Fachbuch zu seinem bevorzugten Bildbearbeitungsprogramm zu kaufen.

Im 7 Kapitel geht es breit gefächert in den Bereich der Präsentation seiner Werke (online, Print, Fotobuch etc). Die einzelnen Bereich sind kurz angerissen. Meines Erachtens aber ausreichend, weil ich zur Vertiefung in Internet stöbern kann.

Das Kapitel über Videos mit der DSLR interessiert mich überhaupt nicht. Entweder fotografiere ich oder ich filme. Will ich filmen, kaufe ich mir hierfür entsprechendes Equipment.

Das letzte Kapitel beschäftigt sich mit dem Thema Ausrüstung und Zubehör, z.B. der Wahl der Digi-Cam. Dies gehört aus meiner Sicht nach vorne ins Buch.

Abgerundet wird das Buch mit einer Sammlung von brauchbaren Internet – Adressen und einem Glossar.

Fazit:
Die inhaltliche Qualität  des Buches ist gut. Jedes Thema ist vielfältig bebildert. Wie aber oben schon ausgeführt sind Bilder teilweise zu klein geraten.

Sonntag, 1. April 2012

Servicewüste Deutschland

Gestern habe ich mal wieder ein Beispiel von der Servicewüste Deutschland erlebt.

Ich hatte mir in der Bucht eine Softbox für meinen Blitzkopf von Walimex bestellt. Am Freitag hatte ich eine Mail im Eingang. Darin stand, dass der Artikel versendet wurde.

Am Samstag morgen sehe ich den Zusteller der DHL von unserem Haus weggehen. Ich schaue in den Briefkasten und sehe u.a. das ich eine Benachrichtigungskarte erhalten habe. Ich wäre leider nicht angetroffen worden und könne mein Paket am Montag nicht vor 9.30 Uhr in meiner Postfiliale abholen.

Ich hinter dem Zusteller her und erwische ihn, als er in seinem Wagen einsteigen will. Ich stelle ihn zur Rede, warum er das Paket nicht ausgeliefert hat. Seine Antwort:
"Ich habe mehrfach bei ihnen geschnellt. Es hat keiner geöffnet. Auch habe ich versucht das Paket bei den Nachbarn abzugeben. Da hat auch niemand geöffnet."

Anscheinend hat der gute Mann am Samstag früh Feierabend haben wollen und hat mal eben die Karten für die Pakete ausgefüllt. Geht ja schneller als die Pakete aus dem Wagen zu holen, zum Haus zu tragen, zu schellen und auszuhändigen.
Kann der blöde Kunde sein Paket doch selber abholen.

Ich überlege, ob ich eine offizielle Beschwerde an DHL sende!

Samstag, 4. Februar 2012

Rezension "Die große Fotoschule –Digitale Fotopraxis"


Wow!
Das war der erste Eindruck als das Buch „Die große Fotoschule –Digitale Fotopraxis-„ vor mir lag.

Wie immer, wenn ich ein neues Buch aus dem Bereich Fotografie habe, wird erst mal locker durchgeblättert, um einen ersten Eindruck zu bekommen und dieser erste Eindruck ist sehr gut. Jede Seite im Buch unterstützt den vorhandenen Text mit durchweg farbigen Bildern. Der Text ist gut zu erkennen und angenehm zu lesen.

Das Buch ist in zwölf Kapitel gegliedert. Jedes einzelne Kapitel teilt sich anschließend in mehr oder weniger umfangreiche Unterbereiche. Im Buch selbst kann man die verschiedenen Kapital an einem Farb-Code, der sich in der rechten oberen Ecke befindet, wiederfinden. Schön wäre es gewesen, wenn dieser Farb-Code auch schon im Inhaltsverzeichnis aufgegriffen worden wäre.

Das erste Kapitel „Das digitale Bild“ beschäftigt sich zunächst mit Begriffsbestimmungen aus der digitalen Fotografie. Einige mir bekannte Begriffe tauchen auf, neue kommen hinzu. Alles in allem ein guter Einstieg in das Buch, insbesondere auch für Einsteiger in die digitale Fotografie. Der fortgeschrittene Fotograf wird eventuell sagen, was soll ich damit, das kenne ich doch schon. Aber auch der Fortgeschrittene wird neue Aspekte finden.

Das nächste Kapitel geht auf das wichtigste Utensil des Fotografen ein, die Kamera. Es beginnt mit einem Überblick über die Geschichte der Kamera. Über die Lochkamera und eine Schritt für Schritt – Anleitung, die DSLR als Lochkamera zu nutzen. Diese Exkursion in den Bereich DIY (Do-it-yourself) ist meines Erachtens etwas über. Ich schaffe mir keine technisch hochwertige Kamera an, um dann eine „camera obscura“ hieraus zu basteln. Weiter geht es mit Erläuterungen über die verschiedenen Sensoren und ihren unterschiedlichen Größen, die in den verschiedenen Kameras verarbeitet werden. Dieser Bereich im zweiten Kapitel konnte mich nicht so recht überzeugen. Das liegt eventuell aber auch daran, dass mir das technische Verständnis fehlt bzw. mich hierfür nicht so sehr interessiere.
Weiter geht es mit den verschiedenen Kameratypen, anschließend hieran eine Übersicht über das vielfältige Zubehör für die Kameras.
Abgeschlossen wird dieses Kapitel mit dem oftmals unterschätzten Thema Bildübertragung und Backup der Daten = Bilder.
Das Fazit des Autors schließt das zweite Kapitel.  Seiner Ansicht nach ist eine DSLR, die Kamera, die man haben sollte. Er warnt aber auch davor, jeden technischen Hype mitzumachen. Und ebenso solle man sein Budget so einteilen, dass man auch hochwertigere Objektive hinzukaufen kann.

Das Kapitel 3 beschäftigt sich dann auch mit den Objektiven. Es geht um Grundlagen (mir persönlich tlw. etwas zu mathematisch), wie Lichtstärke, Perspektive, Blende, Bildwinkel, Brennweite. Des Weiteren wird auf typische Fehler von Objektiven eingegangen und wie man diese Fehler korrigieren oder vermeiden kann.
Abschließend wird auf die verschiedenen Objektivtypen und deren Anwendung sowie auf verschiedene sinnvolle und nicht so sinnvolle Filter eingegangen.   

Das nächste Kapitel beschäftigt sich mit dem Thema „Schärfe“. Was ist Schärfe, wie empfinden wir Schärfe und wie man mit der Schärfe Bilder gestalten kann. Ebenso wird ausgiebig erklärt wie man Fehler vermeiden kann.

Im Kapitel „Licht“ geht es zunächst mal um Grundlagen des Lichts. Wie sehen wir das Licht und was macht der Sensor mit dem Licht. Wie beeinflussen wir das Licht durch die Wahl des Weißabgleichs (sehr schön mit Vergleichsaufnahmen mit den verschiedenen Modi der Kamera erklärt). Welche Qualität hat das Licht, wie sollte ich die Richtung des Lichts richtig nutzen, welche Auswirkungen haben die verschiedenen Tages- und/oder auch Nachtzeiten auf meine Aufnahme. Wie kann ich meine Aufnahme mit künstlichen Licht beeinflussen. Meiner Meinung nach ein sehr interessantes Kapital.

An das vorangegangene Kapital schließt vom logischen Aufbau her, das Kapitel „Belichtung“ an. Nach einem Einstieg, in dem sehr anschaulich die Grundlagen erklärt werden, geht es weiter mit den verschiedenen Belichtungsarten, -korrekturen und deren Messung. Ein abschließender Exkurs geht auf Sonderfälle der Belichtung, wie Langzeitbelichtung, HDR, Mehrfachbelichtung, ein.

Das Kapitel 7, die „Blitzfotografie“ beschäftigt sich mit den Möglichkeiten, die der interne Blitz, ein oder mehrere externe Blitze sowie Studioblitze ermöglichen. Unterstützt werden die Aussagen des Autors durch interessante Beispiele.

Mit der „Bildgestaltung beschäftigt sich das nächste Kapitel. Wie auch in den vorangegangenen Kapiteln werden auch hier die Aussagen des Verfassers mit tollen Bildern erläutert.

Das nächste Kapitel „Farbe“ ist mir vielfach zu theoretisch. Das daran anschließende Kapitel „Schwarzweiß“ ist recht kurz gehalten. Mich hat es aber auch nicht so sehr interessiert. Das ist ein Segment der Fotografie, das sich mir noch nicht so recht erschlossen hat.

Im vorletzten Kapitel geht es um „Motive“. Dieses Kapitel nimmt selbst verständlich einen großen Umfang ein. Ist das Motiv doch das A und O bei der Fotografie. Es werden ausführlich die verschiedenen Arten der Fotografie, wie z.B. Akt-, Portrait-, Sport- oder Landschaftsfotografie vorgestellt. Auch wenn ich mich wiederhole! Unterstützt werden die textlichen Erklärungen durch aussagekräftige Bilder.

Das letzte Kapitel umfasst die „Bildbearbeitung“. Ok, dieses Thema gehört mit in ein Buch, dass sich mit digitaler Fotografie beschäftigt. Denn irgendwie müssen die digitalen Daten ja auf den PC, in den Drucker etc. kommen.
Das ganze Kapitel ist mir aber zu sehr auf  Photoshop bzw. auf Artikel der Fa. Adobe zugeschnitten. Nicht jeder ist bereit oder in der Lage für eine Software mehr oder gleichviel Geld auszugeben als die ganze Kameraausrüstung gekostet hat.

Dem Buch liegt noch eine DVD bei. Auf dieser sind ergänzende Informationen, Beispielbilder aus dem Buch und diverse Software hinterlegt. Hierdurch können die Buchinhalte ergänzt und/oder vertieft werden.

Mein Fazit zum Buch:

Das Buch ist äußerst umfangreich und bietet dem Einsteiger das nötige know-how, um einen guten Start in sein Hobby zu bekommen. Der Fortgeschrittene findet sicherlich Passagen im Buch, die er gerne noch mal nachliest und sein Wissen auffrischt.
Sehr gut finde ich, dass der Autor nach jedem Kapitel ein Fazit zieht, in dem er seine Ausführungen zusammenfasst. Ebenso gut finde ich die zusätzlichen Tipps, die in den einzelnen Kapiteln gegeben werden (zum besseren Erkennen sind diese farbig hinterlegt).
Die Themen sind insgesamt gut gegliedert und bauen aufeinander auf. Das Glossar am Ende des Buches geht nochmals auf wichtige Begriffe ein und erläutert diese.

Einige Bereiche könnten sicherlich noch tiefer gehen, andere Themen könnten nicht so ausführlich sein. Dies dürfte allerdings jeder Leser für sich selbst entscheiden.

Das Buch wird als dauerhaftes Nachschlagewerk einen Platz in meinem Bücherschrank finden.

Bedanken möchte ich mich bei Terrashop.de, die mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.